Juri A. Gagarin
(1934-1968)
Juri Alexejewitsch Gagarin (Юрий Алексеевич Гагарин)
Juri Gagarin wurde am 9. März 1934 im Dorf Kluschino geboren, sein Vater war Zimmermann, die Mutter Kolchosbäuerin; er hatte zwei Brüder und eine Schwester. 1941 wurde er in die Dorfschule von Kluschino eingeschult, der Schulbesuch wurde aber durch den Zweiten Weltkrieg und die Besetzung des Dorfes durch deutsche Soldaten unterbrochen. Seine Schwester und einer seiner Brüder wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt, kehrten aber nach dem Krieg wohlbehalten zurück.
In die Zeit des Krieges fällt auch ein angeblich prägendes Erlebnis, das in der Vorbildliteratur zu Gagarin stets erwähnt wird: Gagarin soll gesehen haben, wie ein sowjetischer Jagdflieger in seiner Nähe landete, um einen anderen, notgelandeten Flieger mitzunehmen und so vor deutscher Gefangenschaft zu retten.
Nach einem Umzug in die Stadt Gschatsk besuchte Gagarin die Mittelschule. 1951 beendete er eine zweijährige Ausbildung an einer Handwerkerschule in Luberzy mit der Facharbeiterprüfung als Gießer. Anschließend studierte er am Industrietechnikum in Saratow und erhielt dort ein Diplom als Gießereitechniker.
Während des Studiums wurde er Mitglied des Aeroklubs in Saratow und bestand seine erste Flugprüfung am 3. Juni 1955. Im gleichen Jahr trat er in die sowjetischen Streitkräfte ein und wurde in die Fliegerschule in Orenburg aufgenommen. Am 7. November 1957 wurde Gagarin zum Leutnant befördert. Ebenfalls im Jahr 1957 heiratete er die Ärztin Valentina Gorjatschowa. Von 1957 bis 1959 diente Gagarin in der sowjetischen Luftwaffe. Sein Geschwader war am Polarkreis stationiert. Hier wurde Gagarin Mitglied der KPdSU. 1959 wurde seine Tochter Jelena geboren, am 12. März 1961, genau einen Monat vor seinem Raumflug, seine zweite Tochter Galja.
1960 wurde Gagarin als potenzieller Kosmonaut ausgewählt und erhielt von März 1960 bis Januar 1961 eine entsprechende Ausbildung. Er wurde vor allem wegen seines ruhigen Temperaments aus den 20 möglichen Kandidaten ausgewählt, um als erster Mensch die Erde zu verlassen. Am 12. April 1961 absolvierte er mit dem RaumschiffWostok 1 seinen spektakulären Raumflug und umrundete dabei in 108 Minuten einmal die Erde.
Gagarin war bis 1963 Kommandeur der sowjetischen Kosmonautengruppe und studierte danach an der Militärakademie für Ingenieure der Luftstreitkräfte „Prof. N. J. Schukowski“. Er war als Ersatzpilot des 1967 beim Flug von Sojus 1 tödlich verunglückten Kosmonauten Wladimir Michailowitsch Komarow vorgesehen.
Am 27. März 1968 verunglückte Gagarin selbst bei einem Übungsflug mit einer MiG-15 UTI tödlich. Seine Urne befindet sich in der Kremlmauer am Ehrenfriedhof auf dem Roten Platz in Moskau.
(Text Quelle: Wikipedia)
_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Original Autogramm von Juri Gagarin
Ein Interessantes Buch von 1961 , was in der DDR herauskam. Weltraumflüge von Ziolkowski bis Gagarin Geschrieben wurde es von Prof.N.St.Kalitzin, Verlag VEB Fachbuchverlag Leipzig . Es ist die 1.Auflage !!

Auf der Seite 156 befindet sich eine Signatur auf dem Bild von Juri Gagarin mit Jahresvermerk 1963. Unten steht mit Bleistift geschrieben: "18.10.1963 in Gera -Hauptbahnhof erhalten". Diese Autogramm wurde in Person beim Besuch des ersten Menschen im Weltraum in Gera (DDR) mit schwarzen Kugelschreiber gegeben.

Detail Foto mit original Autogramm von Seite 156.

Original Aufnahme vom Besuch Juri A. Gagarin`s in Gera,
damals noch DDR. In der Presse war damals zu lesen:"
Der erste Mensch im All, Jurij Alexejewitsch Gagarin, verweilte in der Stadt und
wurde bei einem öffentlichen Empfang auf dem Biermannplatz von 70.000
Geraern stürmisch begrüßt."

Ein Denkmal steht heute an dem Platz wo Juri Gagarin nach seinen Raumflug Landete. Früher war hier nur Steppe, erst später wurde eine Strasse angelegt und sogar Strom verlegt. Der Ort liegt nahe den Städten Saratow und Engels im Wolga Gebiet. Zum Jahrestag des Raumfluges wird hier noch jährlich eine kleine Feier abgehalten.