Raumanzüge für EVA

Ausstiege in den freien Weltraum

EVA ist die Abkürzung für "Extra Vehicular Activity" Aktivitäten außerhalb eines Vehikels, eines Raumschiffes, um genau zu sein. Bei Arbeiten im Weltraum außerhalb des Raumfahrzeugs bzw. der Raumstation (den so genannten Weltraumspaziergängen) werden meist Raumanzüge mit mobiler Sauerstoffversorgung auf dem Rücken des Trägers getragen. Solche Anzüge werden als Extravehicular mobility units (EMUs) bezeichnet. Neben dem amerikanischen EMU (das vom Space Shuttle und von der ISS aus benutzt werden kann) gehört auch der russische Orlan-Anzug in diese Gruppe. Eine gebräuchliche russische Bezeichnung für eine EMU ist Skaphander.

Links der Sokol Raumanzug, rechts der Orlan für Ausstiege in den freien Weltraum.

Der Unterschied

Der Unterschied zwischen den beiden Raumanzügen besteht darin das der Sokol  ein "leichter" Raumanzug für Start und Landung in der Sojus Raumkapsel ist. Er würde im freien Weltraum praktisch keinen Schutz gegen Mikrometeoriten und der Kosmischen Strahlung bieten. Er bietet den Raumfahrern nur Schutz gegen eine Dekompression in der Kapsel bei der Landung. Der wuchtige Orlan Raumanzug hingegen  hat ein eigenes Lebenserhaltungssystem im Rückenteil des Anzuges integriert. Dieses System versorgt den Kosmonauten mit Atemluft, und kühlt oder wärmt den Kosmonauten. Außerdem besteht der Orlan aus mehreren Lagen die sehr viel der Kosmischen Strahlung abschirmt. Ein goldbeschichtetes Visier ist sozusagen die Sonnenbrille des Kosmonuten.

 

Ein Kosmonaut beim EVA außerhalb der ISS.

(Fotos:NASA)

 

Gegenstände in der Sammlung

Sammlung Mike Köberl

Original Autogramm von Thomas Reiter bei seinen EVA, MIR/ Sojus TM-22

 

    

Links: Der original Orlan Raumhandschuh, (Typ: Orlan 8K) mit einen Handspiegel. (Spiegel geflogen auf Sojus TM-16) Am Spiegelband ist die Unterschrift von Alexander Poleshuk,  MIR 13,  Sojus TM16 zu lesen.

 

    

Flown 

Ein geflogener Orlan Handschuh (Typ: Orlan 10K). Auf dem Handrücken wurden von dem Kosmonauten einige Notizen geschrieben. Dieser Orlan Handschuh wurde bei einen Weltraumausstieg ausserhalb der ISS benutzt. Am Handschuh wurde der ISS Bordstempel und der ISS Tagesbordstempel in blau angebracht. Am rechten Foto ist es der linke Handschuh der nun in unserer Sammlung vorhanden ist.

 

(Foto: PKA)

Der original Überschuh des Orlan Raumanzuges mit Autogramm von Kosmonauten Anatoly Solovyov.

 

 

(Fotos, raumfahrtmuseum.at)

Innenansicht und Sohle des Überschuhes.

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Werkzeug aus der Raumstation

 

         

Auf einer Raumstation wird natürlich auch bei Weltraumspaziergängen gearbeitet und repariert. Das Gewicht dieses extra für die russischen Raumstationen hergestellten Hammers spielt in der Schwerelosigkeit natürlich keine Rolle. Er wiegt auf der Erde an die 2kg, im Weltraum - nichts!!! Trotz Orlan Raumhandschuh hat man ein sehr gutes Gefühl beim Handling. Eine Öse damit einen das gute Ding nicht davon schwebt ist im Stiel eingearbeitet, befestigt wird er an einer Art Kordel die der Kosmonaut entweder am Raumanzug selber oder an der Station anhängt. Das Material besteht aus Berylliumbronze (Handelsname: BERYLCO) um der Weltraumkälte zu trotzen, bzw. schlägt ein Hammer mit einem Kopf aus Berylliumbronze keine Funken, da ja auch in der Station mit diesen Hammer gearbeitet wird. Der im linken Bild gezeigte Hammer wird für EVA`s außerhalb der Station verwendet, der rechte etwas kleinere Hammer eher für Arbeiten in der Station.

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Der Orlan water cooling suit.

 

    

(Fotos: S.W.)

      Mike im Orlan water cooling spacesuit.

Dieser Kühlanzug befindet sich in der Sammlung , ist aber ein älteres Modell als derzeit in Verwendung.

Kühlanzug: Dieser wird unter dem Orlan getragen, um den Kosmonauten zu wärmen (im Erdschatten) oder zu kühlen. Die Temperaturschwankungen sind schwierig in den Griff zu bekommen. Zwischen Licht und Schatten im Weltraum können Temperaturunterschiede von einigen hundert Grad Celsius herrschen.  Im Schatten kann die Temperatur unter -100°C sinken, während im Licht der Sonne leicht Temperaturen von über hundert Grad erreicht werden. Natürlich ist Temperatur eine relative Sache, im Vakuum selbst kann man keine Temperatur definieren, aber die Wärmestrahlung heizt Oberflächen schnell auf und im Schatten wird die Hitze auch rasch wieder abgestrahlt.

 

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