Die Raumstation MIR

Die Raumstation MIR umkreiste seit 1986 die Erde alle 92 Minuten in einer durchschnittlichen Höhe von 385 km und mit einer Geschwindigkeit von ca. 27.600 km/h oder 7670 Meter pro Sekunde. Im November 2000 betrug die durchschnittliche Orbithöhe 336 km. Mit einer Gesamtmasse von ca. 145.000 kg und Abmessungen von etwa 30 x 30 x 30 Meter war die MIR bis in das Jahr 2000 noch immer das größte je von Menschenhand geschaffene Objekt im Erdorbit. MIR war bis August 1999 ständig mit mehreren Raumfahrern besetzt. Am 27. August 1999  wurde die Raumstation MIR von der vorerst vorletzten Mannschaft verlassen. Diese 27. Mannschaft bestand aus zwei Russen und einem Franzosen. Ihre Landung mit der Raumkapsel SojusTM29 erfolgte am 28. August 1999 um 02h30 MESZ ohne Probleme. Die Raumstation wurde weiterhin vom Boden gesteuert und sollte eigentlich im Frühjahr 2000 über dem Pazifik in die Erdatmosphäre eintreten und dabei großteils verglühen.
Am 4. April 2000 startete daher um 07h01 MESZ wieder eine Soyuz-TM30 mit zwei Mann Besatzung (Zalyotin und Kaleri) von Baykonur zur Raumstation MIR. Am 6. April 2000 betraten um 11h32 MESZ nach etwas mehr als sieben Monaten wieder zwei Kosmonauten als 28. Mannschaft die Raumstation MIR. Diese endgültig letzte Mannschaft ist am 16. Juni 2000 wieder auf der Erde gelandet.

 

Die MIR in der Erdumlaufbahn.

Am Anfang bestand die Mir nur aus dem Hauptmodul. Erst später wurden die restlichen Module an die Mir angedockt, danach umgesetzt. Zum Ende hatte der Komplex MIR insgesamt sechs Module und einen Dockingstutzen für die US-Space Shuttles.

Die einzelnen Module. 

Das Datum bezieht sich auf den Start bzw. Anbau an die Station.

 

Das Shuttle - Mir Programm

Atlantis angedockt an die russische Raumstation MIR.

"The touch with the future"

(Fotos: PKA,NASA)

 

 

(Fotos: S.W.)

Modell der Raumstation MIR, von Revell im Maßstab 1:144 mit US-Shuttle.

Sehr schön für Ausstellungen geeignet da dieses Modell unter Glas steht.

 

Die erste Mission des Shuttle - Mir - Programms war STS-60 im Februar 1994, bei der mit Sergei Krikaljow zum ersten Mal ein russischer Kosmonaut mit einem Shuttle flog. STS-60 näherte sich jedoch noch nicht der Mir - Station, dies war erst bei der nächsten Shuttle - Mir - Mission STS-63 der Fall, als sich die  Discovery im Februar 1995 bis auf 12,2 m der Raumstation näherte, ohne jedoch anzudocken. Am 14. März 1995 flog Norman Thagard als erster US-Astronaut mit der russischen Sojus (Raumkapsel)  Sojus TM-21 Raumkapsel zur Raumstation Mir und verbrachte dort etwa vier Monate.

Am 27. Juni 1995 war es schließlich soweit: Die Atlantis  hob auf der Mission STS-71 zur Mir ab. Sie dockte zwei Tage später an die Station an und blieb sechs Tage angedockt, bis sie wieder zur Erde zurückkehrte. Dabei wurde die Besatzung der Mir ausgetauscht.

Weitere Missionen des Shuttle - Mir - Programms waren STS-74, STS-76, STS-79, STS-81, STS-84, STS-86, STS-89 und STS-91.

 

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