Bordanzüge

andere Bordanzüge aus unserer Sammlung

 

    

(Fotos: S.W.)

Die blaue "TZK" Bordjacke von Kosmonauten Alexander Stepanowitsch Viktorenko. Noch mit dem alten Saljut Abzeichen. Alexander S. Viktorenko flog nie zur Saljut Station sondern erst einige Zeit später zur Mir. Diese Bordjacke stammt aus dem Training zu seinen Einsätzen in den Double-Mannschaften Sojus T-14 und Sojus T-15. Dieses Modell wurde niemals im Orbit verwendet, getragen wurde sie beim Training auf der Erde, bzw. wurde sie von der Bergemannschaft den Kosmonauten nach der Landung gereicht, falls es sehr Kalt war.

 

    

(Fotos: S.W.)

"PK-14" Bordanzug inkl. der Bordschuhe aus der Zeit der Raumstation "MIR". Viele Taschen und Reisverschlüsse helfen den Kosmonauten seine Sachen sicher zu verstauen ohne das sie gleich wieder entschweben. Dieser Bordanzug war im Besitz von Alexander S. Viktorenko, Sojus TM-8,MIR.

 

(Foto: raumfahrtmuseum.at)

Bordschuhe oder auch Hausschuhe für die Kosmonauten. Diese werden seit den Flügen zur Saljut Raumstation getragen. Warum Schuhe, da ja Kosmonauten in der Station schweben? Antwort: Wo man schwebt stoßt man sich an, und das kann bei den Zehen sehr weh tun. 

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Reserve Bordanzug von Marcos César Pontes

    

(Fotos: S.W.)

Ein Reserve Bordanzug von  Kosmonaut Marcos C. Pontes, Sojus TMA-8 / ISS. Jeder Kosmonaut bekommt für seinen Flug in den Weltraum je eine Garnitur des Bordanzuges für Training, einen für seinen Weltraumflug.  Dieser hier gezeigte Bordanzug ist ein Reserve Bordanzug. Nach dem Fluge des Kosmonauten kann man diese mit viel Glück käuflich erwerben. Diese neue Art der Bordanzüge hat auch einen besonderen Vorteil. Falls der Kosmonaut einmal auf die Bordtoilette sollte, braucht er nicht so wie früher den kompletten Bordanzug von Oberkörper zuziehen sondern dieses Modell besitzt eine Öffnung (Reisverschluss) vorne, und der Gesäßteil wird nur durch einen Gummizug und Velcrobänder verschlossen.

 

       

(Fotos: NASA)

 Kosmonaut Marcos César Pontes in der Raumstation ISS.

 

Der "Forel" Hydrosuit für Landungen im Wasser.

    

(Fotos: S.W.)

Der "Forel" Hydrosuit ist ein wasserdichter Schwimmanzug mit Aufblasbarer Schwimmweste. Ein Blinklicht an der rechten Brustseite erleichtert das finden für die Bergecrew auch in der Nacht. Die Batterien dafür befinden sich dafür auch in einer Wasserdichten Tasche an der rechten Seite des Anzuges. Die Schwimmweste wird im Normalfall mit einer Druckluftpatrone aufgeblasen, kann aber auch mit einen zusätzlichen Schlauch per Mund aufgeblasen werden. 

 

Das "TZK Cold-Weather Suit" für eine Notlandung im Winter

    

(Fotos: S.W.)

Die schnelle (Notfall) Landung kann in kürzester Zeit in unwegsamen Gelände oder auch in unterschiedlichen klimatischen Regionen stattfinden. So wird die Besatzung der Sojus Raumfahrzeuge ausgebildet, nach einer Landung im Ozean, in der Wüste, im Gebirge und Eis-/Winterregionen zu überleben, bis das Rettungsteam nach maximal 36 Stunden eintrifft. Zu diesen Zweck  gibt es an Bord der Sojus Kapseln je drei "Forel" Hydrosuit mit aufblasbarer Schwimmweste falls die Landung im Wasser stattfindet,  und das "TZK"Cold-Weather Suit. Kaum zu glauben welches zusätzliche Material man in einer kleinen Sojus Kapsel unterbringen muß um die Sicherheit der Besatzung gewährleisten zu können.

 

Druckhose "Kapkac-3" aus dem russischen Raumfahrtprogramm

 

    

Linkes Foto: Der französische Kosmonaut Jean-Pierre Haigneré trägt vor der Landung eine frühere Version der "Kapkac". Das Leben unter Einfluß der Schwerelosigkeit wirkt sich auf den Kreislauf aus und schwächt die Muskeln. Sobald die Raumfahrer die Erdumlaufbahn erreicht haben und die Gravitation nachläßt, steigt das Blut aus den unteren Extremitäten nach oben. Das Gesicht quillt auf, Venen an Hals und Kopf treten hervor. Die Unterschenkel bilden sich durch den reduzierten Druck und die fehlende mechanische Belastung zurück. Die russischen Kosmonauten haben dafür den Begriff "Hühnerbeine" erfunden. Um nach längerer Zeit im Weltraum bei der Überbelastung von 4-9g gerade bei der Landung mit russischen Raumkapseln nicht in Ohnmacht zu fallen, tragen die Kosmonauten diese Druckhosen da bei länger anhaltenden positiven Beschleunigungen die Gefahr besteht dass das Blut in die Beine versackt und die Kosmonauten einen  g-LOC: g-induced Loss Of Consciousness bekommen könnten.

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